the witcher 3 wallpaper

Review: The Witcher 3 – Wild Hunt

Der Abschluss der Saga rund um Hexer Geralt ist ein episches Rollenspiel, mit dem sich zukünftige Genre-Vertreter messen müssen. In unserem Test zu The Witcher 3: Wild Hunt erklären wir, wieso das Spiel absolut fantastisch ist.

Man braucht gar nicht lange um den heißen Brei herumzureden: The Witcher 3 ist ein unglaublich gutes Rollenspiel. CD Projekt Red haben sich selbst übertroffen und bieten eine Story-Präsentation, wie sie selbst Dragon Age: Inquisition nicht schafft. Doch alles von Anfang an: The Witcher 3 bildet das Ende der Trilogie um den Hexer Geralt, doch großartige Kenntnisse der Vorgänger sind nicht nötig, um die Geschichte zu verstehen.

the witcher 3 screenshotGeralt befindet sich in einem von Krieg gebeutelten Land auf der Suche nach seiner großen Liebe Yennefer und erfährt dabei, dass seine Ziehtochter Ciri wieder aufgetaucht ist. Für deren Vater soll er sich auf die Suche nach dem Mädchen machen, das über mysteriöse Kräfte verfügt und von der geheimnisvollen Wilden Jagd verfolgt wird. Das ist die Ausgangslage und bildet die Basis für viele spannende Abenteuer. Ihr erkundet zu Fuß oder mit dem Pferd eine riesige Spielwelt, die allerdings in mehrere Gebiete unterteilt ist. Diese sind teilweise so groß, dass man den Eindruck einer offenen, freien Spielwelt erhält. Hinter den Welten von The Elder Scrolls V: Skyrim und auch GTA V braucht sich die von The Witcher 3 nicht zu verstecken.

Überall gibt es etwas zu entdecken. Allein ein Ritt durch den Wald offenbart das eine oder andere Geheimnis, ein Versteck oder sogar eine Quest. Missionen sind das Highlight des Spiels. Diese sind so vielschichtig und stecken so voller Überraschungen, dass selbst einfach erscheinende Aufträge sich im Verlauf zu etwas Größerem verändern. Die Präsentation der Geschichte reißt einfach mit. Ab und zu müssen Entscheidungen getroffen werden, die sich oft direkt, manchmal aber auch erst später auf den Verlauf der Geschichte oder die Bewohner der Welt auswirken. Diese Entscheidungen fällt man aber in den meisten Fällen nicht zwischen Gut und Böse. Befreit man beispielsweise eine uralte und finstere Macht, rettet man damit einige Kinder vor bösen Hexen. Befreit man diese Macht aber nicht, dann werden die Kinder zum Mittagessen der dämonischen Frauen.

the witcher 3 explorationNatürlich erwarten euch viele Kämpfe, die ihr anhand von Magie und Schwertern ausfechtet. Ihr müsst immer herausfinden, welche Schwächen ein Monster besitzt, um dieses besiegen zu können. Eine „Mittagserscheinung“ beispielsweise ist um die Mittagszeit am stärksten, weswegen man sie nur nachts bekämpfen sollte. Bei menschlichen Gegnern sollte man das Stahlschwert, bei Monstern die Silberklinge verwenden. Einige Monster sind anfällig gegen Feuer, bei anderen ist es möglich, ihren Geist zu beeinflussen. Derart taktische Entscheidungen machen die Kämpfe interessant, die generell sehr schnell und actionlastig ablaufen. Kämpfe und vor allem Quests bringen Erfahrungspunkte ein. Steigt man ein Level auf, verteilt man Skillpunkte auf Fertigkeiten und wird so mit der Zeit besser. Natürlich kommt man auch immer wieder an bessere Ausrüstung, sodass man es mit immer stärkeren Monstern aufnehmen kann.

Grafisch kann The Witcher 3 trotz der Downgrade-Vorwürfe der jüngsten Zeit absolut überzeugen. Die Welt wirkt lebendig, die Lichtstimmung ist fantastisch. Unterschiedliches Wetter erschafft eine atemberaubende Atmosphäre. Es macht einfach Spaß, nur mal durch die Landschaft zu streifen und die wunderschöne Welt mit all ihren Wäldern, Ruinen, Seen und Dörfern zu erkunden.

Die Schwächen

the witcher 3 kampfEs ist aber nicht alles Gold, was glänzt: Auch The Witcher 3 hat mit ein paar Problemen zu kämpfen. Die Steuerung ist selbst mit dem Controller einer Playstation 4 gewöhnungsbedürftig. Oft reagiert Geralt etwas träge, was in Kämpfen zu brenzligen Situationen führen kann. Das Pferd Plötze scheint auch magisch zu sein. Es möchte nicht über einen See zu einer Insel schwimmen, ist man aber selbst zur Insel gelangt und ruft dort das Pferd, erscheint es plötzlich hinter einem Baum. Ab und an ploppen NPCs vor einem aus dem Nichts auf und die Menüführung bei Inventar und Skills scheint direkt für Konsolen optimiert zu sein, was auf dem PC etwas seltsam anmutet. Trotz dieser Dinge ist The Witcher 3: Wild Hunt aber eines der momentan besten und spannendsten Rollenspiele. Wer auf das Erzählen von Geschichten steht, der kommt nicht um dieses Spiel herum.

Wertung

Sollte man The Witcher 3: Wild Hunt spielen?     Ja!

Pro:  

  • Abwechslungsreiche und vielschichtige Quests
  • Riesige Spielwelt
  • Spannende Kämpfe
  • Fantastische Atmosphäre
  • Lange Spielzeit

Contra:

  • Gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Merkwürdiges Pferdeverhalten
  • Aufploppende NPCs
  • Zu konsolige Menüführung

Share this post

No comments

Add yours